FAQ

Häufige Fragen zur Frühförderung

Was ist Frühförderung überhaupt?

Frühförderung unterstützt Kinder von der Geburt bis zum Schuleintritt, wenn Fragen oder Unsicherheiten in ihrer Entwicklung entstehen. Dabei kann es zum Beispiel um Sprache, Bewegung, Verhalten, Wahrnehmung, Spielentwicklung oder den Alltag in Familie und Kita gehen.
Ziel ist es, Kindern größtmögliche Teilhabe zu ermöglichen und sie in ihrer individuellen Entwicklung zu stärken. Gemeinsam mit den Eltern entwickeln wir alltagsnahe Möglichkeiten, die dabei helfen, das Verhalten und die Besonderheiten des Kindes besser zu verstehen, seine Bedürfnisse zu erkennen und im Alltag passend darauf einzugehen.

Wann kann Frühförderung sinnvoll sein?

Eltern melden sich häufig bei Fragen wie:

  • Mein Kind spricht wenig oder gar nicht.
  • Mein Kind wirkt schnell überfordert oder unruhig.
  • Bewegung und Koordination fallen schwer.
  • Mein Kind spielt anders als Gleichaltrige.
  • Kontakte zu anderen Kindern gelingen schwer.
  • Die Kita hat darauf aufmerksam gemacht.
  • Ich habe einfach das Gefühl, dass mein Kind Unterstützung brauchen könnte.

Auch Unsicherheit allein darf bereits ein Grund sein, sich beraten zu lassen.

Muss bereits eine Diagnose vorliegen?

Nein.
Eine Diagnose ist für eine erste Beratung nicht notwendig.
Viele Familien melden sich zunächst mit Fragen oder Beobachtungen aus dem Alltag. Gemeinsam wird geschaut, ob Unterstützung sinnvoll sein könnte und welche nächsten Schritte hilfreich sind.

Kostet Frühförderung etwas?

Nein.

Frühförderung ist für die Familien kostenlos.

Die Finanzierung erfolgt über den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Bei der interdisziplinären Frühförderung erfolgt die Finanzierung über den LWL und die zuständige Krankenkasse.

 

Wie läuft die Anmeldung ab?

Der erste Schritt ist eine Kontaktaufnahme per Telefon, dem Kontaktformular unserer Homepage oder per E-Mail. Danach melden wir uns bei ihnen und besprechen das weitere Vorgehen.

Was passiert bei dem ersten Gespräch?

Im Erstgespräch geht es vor allem um ein gegenseitiges Kennenlernen.
Sorgeberechtigte/ Eltern können erzählen:

  • welche Fragen sie beschäftigen,
  • was im Alltag auffällt,
  • welche Stärken ihr Kind mitbringt,
  • und welche Unterstützung sie sich wünschen.

Das Gespräch findet in ruhiger Atmosphäre statt und dient der gemeinsamen Orientierung.

Wo findet Frühförderung statt?

Die Förderung kann, je nach Bedarf unterschiedlich stattfinden:
Gemeinsam wird geschaut, welcher Rahmen für Ihr Kind sinnvoll ist. In den meisten Fällen findet die Förderung in unseren Räumen in der IFE statt. Sie kann jedoch auch zu Hause im familiären Umfeld oder in der Kindertageseinrichtung stattfinden.

Wie oft findet Frühförderung statt?

Das richtet sich individuell nach den Bedürfnissen Ihres Kindes und der Familie und wird vom LWL festgelegt. Gemeinsam wird besprochen, welcher Umfang sinnvoll und alltagsnah umsetzbar ist. In der Regel findet die Frühförderung ca. einmal wöchentlich statt.
Das Gespräch findet in ruhiger Atmosphäre statt und dient der gemeinsamen Orientierung.

Wie lange bekommt ein Kind Frühförderung?

Die Dauer ist unterschiedlich und hängt von den individuellen Entwicklungszielen und Bedürfnissen ab. Die Bewilligung vom Kostenträger ist meist für ein Jahr und begleitet Kinder maximal bis zum Schuleintritt.

 Was bedeutet „interdisziplinär“?

Interdisziplinär bedeutet, dass verschiedene Fachbereiche zusammenarbeiten und ihre Perspektiven miteinander verbinden.
Dadurch können Entwicklung, Alltag und Bedürfnisse des Kindes umfassend betrachtet werden.

Je nach Bedarf arbeiten unterschiedliche Fachbereiche gemeinsam, zum Beispiel aus den Bereichen:

  • Heilpädagogik
  • Logopädie
  • Ergotherapie
  • Physiotherapie

Kann ich mich melden, obwohl ich noch unsicher bin?

Ja. Viele Eltern melden sich zunächst, weil sie Fragen haben oder ein ungutes Gefühl verspüren. Ein erstes Gespräch kann helfen, mehr Klarheit und Orientierung zu bekommen.