Frühförderung

Was ist Frühförderung?

Frühförderung ist ein gezieltes Unterstützungsangebot für Kinder von der Geburt bis zum Schuleintritt, die Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen oder besondere Bedürfnisse aufweisen. Ziel der Frühförderung ist es, die individuelle Entwicklung der Kinder zu fördern und sie in ihrer persönlichen, sozialen und emotionalen Entwicklung zu unterstützen, damit ihre soziale Teilhabe ermöglicht wird. Dabei werden ganzheitliche, spielerische, alltagsnahe und ressourcenorientierte Fördermaßnahmen eingesetzt und die Familie aktiv mit einbezogen.

Es gibt verschiedene Formen der Frühförderung:

Solitäre heilpädagogische Frühförderung

Heilpädagogische Förderung umfasst verschiedene Ansätze und Methoden, die auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes und seiner Familie abgestimmt sind. Der Fokus liegt dabei auf dem kindlichen Spiel. Ziel der Förderung ist es, Ihrem Kind zu helfen, leichter zu lernen, besser mit seinen Gefühlen umzugehen, seine Sprachfähigkeiten zu erweitern, Freude an Bewegung zu entwickeln, sich in Gruppen zurechtzufinden und sein Selbstbewusstsein zu stärken. Ein weiteres mögliches Ziel könnte darin bestehen, die aktuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erhalten und zu festigen.

Ansätze und Methoden der Förderungen sind unter anderem: therapeutisches Spiel, Marte Meo, Unterstützende Kommunikation, Motopädie, Psychomotorik, Wahrnehmungsförderung…

Die Förderung wird durch qualifizierte, heilpädagogische Fachkräfte im Einzelsetting und je nach Bedarf als Kleinstgruppe angeboten. Die Gruppenangebote bieten sich besonders für Kinder mit sozial- emotionalem Handlungsbedarf an.

Interdisziplinäre Komplexleistung

Diese Leistung befindet sich aktuell im Aufbau

Die Hände eines Kindes führen ein Geschicklichkeitsspiel mit einem runden Brett und einer Kugel aus

Für wen ist Frühförderung hilfreich?

Frühförderung richtet sich an Kinder ab der Geburt bis zum Schuleintritt, die

  • einen schwierigen Start ins Leben hatten und bei denen Entwicklungsverzögerungen oder eine Behinderung vorliegen.
  • eine Verdachtsdiagnose Autismus-Spektrum-Störung aufweisen.
  • sich sehr unsicher bewegen, viel stolpern, hinfallen und sich dabei verletzten.
  • wenig oder gar nicht sprechen, Mimik und Gestik nicht deuten können, Anweisungen nicht folgen können.
  • sehr unruhig und ständig in Bewegung sind, sich schnell ablenken lassen, häufig ihre Aktivitäten wechseln oder schlecht schlafen.
  • Schwierigkeiten haben, sich in der Kita einzugewöhnen, den Abläufen dort nicht folgen können, viel weinen, Mühe haben sich an Regeln zu halten.
  • sich wenig zutrauen, Angst haben, die ihre eigenen Gefühle nicht steuern können, wütend werden, durch ihr Verhalten auffallen, keine Freunde finden und Schwierigkeiten haben, mit anderen Kindern zu spielen.
Der Arm eines Kindes macht ein buntes Geschicklichkeitsspiel

Wer übernimmt die Kosten?

Die Angebote der heilpädagogischen und der interdisziplinären Frühförderung sind für Sie kostenfrei. Die Kostenübernahme muss vor Beginn der Förderung geklärt sein. Wir beraten und unterstützen Sie gern bei allen Schritten der Antragstellung.

Sie können sich auch gerne vom Kostenträger, dem Landschaftsverband Westfalen/ Lippe, dazu beraten lassen:

https://www.soziale-teilhabe-kiju.lwl.org/de/fuer-eltern-und-junge-menschen/fruehfoerderung/

Wo findet die Förderung statt?

Frühförderung kann an verschiedenen Orten stattfinden – je nachdem, was für das Kind am besten passt und im Förderplan vereinbart ist.

Bei der ambulanten Frühförderung kommen Sie mit Ihrem Kind regelmäßig in unsere gut ausgestattete Einrichtung.

Die mobile Frühförderung kann einerseits in der gewohnten Umgebung des Kindes, z.B. bei jungen Kindern, Unsicherheiten oder hohem Förderbedarf, stattfinden. Anderseits können auch die Fachkräfte direkt in die Einrichtung (Kindertagespflege, Kita) Ihres Kindes kommen.

Egal wo die Frühförderung stattfindet, uns ist es wichtig, dass wir mit Ihnen und engen Bezugspersonen gemeinsam zusammenarbeiten, um einen bestmöglichen Transfer in den Alltag herzustellen, um die soziale Teilhabe zu ermöglichen.

Tisch mit Pflanze und Lampe, daneben ein Stuhl im Eingangsbereich